Was ist eigentlich Systemische Therapie?

Sobald Menschen miteinander in Beziehung  gehen (z.B. innerhalb einer Partnerschaft, Familie oder im Beruf), ergeben sich sehr bald unausgesprochene „verabredete“ Regeln.  Diese können zu Mustern werden und sich im Laufe der Zeit festigen. Sie beeinflussen die Art des Umgangs miteinander sehr entscheidend. So entstandene Beziehungsgefüge werden von allen Beteiligten individuell erlebt und bekommen eine bestimmte Qualität. So werden innerhalb des Systems teils unbewusst Funktionen oder Aufgaben übernommen, die möglicherweise als belastend empfunden werden.
Während der systemischen Arbeit erkennen wir anhand einzelner Verhaltensweisen deren Wechselwirkung zueinander.
Im Mittelpunkt der systemischen Arbeit steht nun die behutsame und genaue Betrachtung der Regeln und Muster innerhalb dieses Systems.  Muster können erkannt, Ressourcen aktiviert und alternative Handlungsmöglichkeiten entdeckt werden.
Bei meiner Arbeit geschieht dies auch auf Basis der Systemischen Therapie und Beratung (wie beispielsweise durch Perspektivenwechsel oder Komplexitätsreduktion).
Die systemische Therapie zeigt uns, wo wir stehen und was uns (dennoch) möglich ist. Durch eine veränderte Sichtweise können neue Optionen entstehen, eigene Kompetenzen verändert erlebt werden und neue Lösungen wachsen.  Die eigene Lebensenergie wird dabei häufig neu wahrgenommen und eine bisher unbekannte Leichtigkeit erlebt.
Der Systemische Therapieansatz ist ein eigenständiges, wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, das eine sehr wirkungsvolle Alternative zu herkömmlichen Behandlungsansätzen sein kann.